Durchdacht

Bis ins kleinste Detail

Planung

Wohnkomfort und Energiesparen beginnen bereits beim Planen. Mit seinen einmaligen Wärmedämmeigenschaften bei hoher Druckfestigkeit bieten EDER XP Ziegel den höchsten Wohnwert und niedrige Energiekosten - ein Leben lang.

Wärmeschutz

Wärmeschutz im Hochbau bedeutet, dass Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeübertragung über die Gebäudehülle ergriffen werden. Das ist besonders wichtig um den Nutzern ein hygienischen Raumklima zu gewährleisten und die Konstruktion des Gebäudes vor klimabedingter Feuchtigkeit und deren Schäden zu schützen. Außerdem sorgt der bauliche Wärmeschutz für einen geringeren Energieverbrauch bei Heizung und Kühlung und somit für niedrigere Bewirtschaftungskosten.
Der bauliche Wärmeschutz und der energetisch sinnvolle Einsatz der Anlagentechnik zur Erzeugung von Heizwärme und Trinkwasser sind in der Energie- einsparverordnung (ENEV) geregelt. Die Energieeinsparverordnung wurde seit Ihrer Einführung 2002 mehrfach novelliert. Am 01.01.2009 trat das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in Kraft. Eigentümer von Gebäuden, die neu gebaut werden, müssen erneuerbare Energien für ihre Wärmeversorgung nutzen. Zu erneuerbaren Energien zählen solare Strahlungsenergie, gasförmige, flüssige und feste Biomasse und Geothermie bzw. Umweltwärme.
In Verbindung mit einer auf das Bauwerk optimierten Heizungs- und Lüftungsanlage und abgestimmten Außenbauteilen (Fenster, Dach, etc.) leisten EDER Ziegel einen enormen Beitrag zur wirtschaftlichen Erfüllung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung und der Förderkriterien der KfW.

Wärmeleitwert - Tabelle nach DIN 29087

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit nach DIN V 4108-4 für Mauerwerk aus Ziegeln nach DIN 105 einschließlich Mörtelfugen.

Produkt Rohdichte
(kg/dm³)


Bemessungswert der
Wärmeleitfähigkeit λ
(W/m²K)
Normalmörtel NM


Leichtmörtel
LM 21 / LM36
Hochlochziegel 0,8 0,39 0,34
mit Lochung A u. B 0,9 0,42 0,37
Nach DIN 105 bzw. DIN EN 771-1 1,0 0,45 0,40
Vollziegel, Hochlochziegel 1,2 0,50
Vollziegel, Hochlochziegel 1,4 0,58
Vollziegel, Hochlochziegel 1,6 0,68
Vollziegel, Hochlochziegel 1,8 0,81
Vollziegel, Hochlochziegel 2,0 0,96

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Broschüre “ENEV 2014“ des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie. 121 Ziegel-Wärmebrückendetails in mehr als 1.000 Varianten für Planer und Ausführende erhalten Sie mit der kostenlosen Windows®-Anwendung “Ziegel Wärmebrücken“.

Schallschutz

Schallschutz im Hochbau bedeutet, dass Maßnahmen ergriffen, die die Schallübertragungen innerhalb eines Gebäudes und über die Gebäudehülle reduzieren. Das ist besonders wichtig um die den Nutzer vor unzumutbaren Belästigungen und die Privatsphäre zu schützen und gesundheitsschädliche Lärmeinwirkungen zu verhindern.

Die DIN 4109, Teil 1 regelt die Anforderungen an die Luft- und Trittschallübertragung zwischen unterschiedlichen Wohnungen und Arbeitsräumen innerhalb eines Gebäudes und den Schutz gegen Außenlärm über die Gebäudehülle und gegen Geräusche von haustechnischen Anlagen. Das bewertete Schalldämm-Maß R`w,R einschaliger Wände nach DIN 4109 wird hauptsächlich durch das flächenbezogene Gewicht m´Wand bestimmt. Dieses berechnet sich nach:

m´Wand = Rechenwert der Rohdichte x Wanddicke + (beidseitiges) Putzgewicht.

Das bewertete-Schalldämm-Maß R`w,R nach DIN 4109 berücksichtigt die Schallübertragung über flankierende Bauteile mit einer mittleren flächenbezogenen Masse m`L, mittel = 300 kg/m². Abweichende flächenbezogene Masse sind in der DIN 4109, Beiblatt 1, Abschn. 3.2 geregelt. Bewertetes Schalldämm-Maß R´w,R von einschaligen biegesteifen Wänden:

R´w,R = 28 lg m`Wand – 20 (dB)

Für zweischalige Haustrennwände mit durchgängiger Trennfuge kann ab dem Erdgeschoß das bewertete Schalldämm-Maß R`w,R aus der Summe der flächenbezogenen Massen der Einzelschalen ermittelt werden und wegen der Zweischaligkeit um 12 dB erhöht werden. Ist ein Reihenhaus nicht unterkellert oder sind die Kellerwände und die Fundamente nicht getrennt, wird das bewertete Schalldämm-Maß R`w,R um 5 dB vermindert. Durch die zu erwartende Neufassung der DIN 4109 wird es fundamentale Änderungen im Nachweisverfahren des Schallschutzes zwischen unterschiedlichen Wohnungen und Arbeitsräumen innerhalb eines Gebäudes geben. Ähnlich dem Nachweis der EnEV, wird der Schallschutz in Zukunft aufwändig bilanziert. Das resultierende Schalldämm-Maß Rw,R ist dann maßgebend von der Ausbildung der Anschlüsse der angrenzenden Bauteile, von der Raumgeometrie und mehr als jetzt von den flankierenden Bauteilen abhängig. Angaben zum Schallschutz, die durch das flächenbezogenen Gewicht der Wand bestimmt sind, sind dann nicht mehr möglich. In Verbindung mit schalltechnisch optimierter Raumplanung, Anschlussplanung flankierender Bauteile und mit der Entkopplung leichter nichttragender Innenwände leistet der EDER-Ziegel einen großen Beitrag zur Erfüllung der Schallschutzansprüche an das Bauwerk.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Broschüre „Schallschutz nach DIN 4109“ der DGfM und der Broschüre „Baulicher Schallschutz“ des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie.

 

 

 

Brandschutz

Baulicher Brandschutz bedeutet, dass bereits bei der Planung von Bauwerken Maßnahmen vorgesehen werden, die die Ausbreitung von Feuer verhindern und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren und die Brandbekämpfung ermöglichen. Die Landesbauordnungen regeln den erforderlichen Brandschutz der Bauteile eines Bauwerkes. Bauteile sind entweder durch Klassifizierung nach DIN 4102-4 oder durch Brandversuche nach DIN 4102-2 / DIN EN 1364-1/1365-1 in Feuerwiderstandsklassen eingestuft.

Die Feuerwiderstandsdauer gibt die Zeit in Minuten an, in der das Bauteil den Durchgang des Feuers verhindert. Die Feuerwiderstandsdauer der Ziegel ist in den dazugehörigen Zulassungen oder Normen geregelt. Ziegel werden nach DIN 4102-4 als nichtbrennbare Baustoffe in die Baustoffklasse A1 (A – nicht brennbar, 1-kein Beitrag zum Brand) eingestuft. Brandwände müssen auch unter zusätzlicher mechanischer Beanspruchung feuerbeständig sein und aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen. Sie müssen mindestens der Feuerwiderstandsklasse F90-A/REI90-A angehören.

Die Brandwandeignungen ausgewählter EDER-Ziegel wurden in zahlreichen Versuchen nachgewiesen. Diese sind in den Produktübersichten mit BW (Brandwand) gekennzeichnet. Massive Bauwerke aus Ziegeln haben in der Regel eine deutlich höhere Feuerwiderstandsdauer als es die Landesbauordnungen vorschreiben und bilden somit eine gute Basis, nicht nur Leib und Leben sicher vor Brandeinwirkungen zu schützen, sondern auch einen gewissen Vermögensschutz zu sichern.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Broschüre „Brandschutz mit Mauerwerk“ der DGfM und der Broschüre „Baulicher Brandschutz“ des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie.

 

 

Feuchteschutz

Baulicher Feuchteschutz bedeutet, das Bauwerk vor eindringender oder klimabedingter Feuchtigkeit zu schützen.

Feuchtigkeit im Bauwerk:

 

- Baufeuchte durch Eigenfeuchtigkeit des Materials (Bauteile mit Bindemitteln, z. Bsp. Mörtel und Beton)

- Eindringendes Regenwasser während der Bauzeit durch ungenügenden Schutz

- Tauwasser im Bauteil oder auf Bauteiloberflächen

- Eindringendes Regenwasser durch Fugen, etc.

- Eindringende Erdfeuchte oder eindringendes Grundwasser durch mangelhafte Bauwerksabdichtung

- Schäden an Installationsleitungen (Heizung, Trink- und Löschwasser, etc.)

 

 

Feuchtigkeit in der Bauwerkshülle kann die Wärmedämmwirkung stark mindern und bei dauerhafter Einwirkung zu schweren Schäden am Bauwerk und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Durch das Trocknen und Brennen und die schützende Folie werden Ziegel völlig trocken auf die Baustelle geliefert. Durch die Verarbeitung von Planziegel mit Dünnbettmörtel wird im Mauerwerk wenig Baufeuchte in Bauwerk eingebracht. Das energieaufwendige und teure Trockenheizen, wie bei bindemittelgebundenen Materialien (Beton, Kalksandstein und Porenbeton) notwendig entfällt. Bei erdberührten Außenwänden sind für die Abdichtung gegen eindringende Feuchtigkeit gesonderte Maßnahmen notwendig.

Weiterführende Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Broschüre „Abdichtung von erdberührtem Mauerwerk“ der DGfM.

 

 

Statik

Die Statik eines Bauwerkes ist die Sicherstellung der Zuverlässigkeit gegen Versagen der Konstruktion unter Nutzung und mechanischen Einwirkungen. Zu den mechanischen Einwirkungen zählen Eigengewicht, Verkehrslasten infolge Nutzung, Wind- und Schneelasten, Erdbeben und Verformungen zur Temperatureinwirkungen und Setzungen im Baugrund.

Für die Langlebigkeit und Stabilität massiver Bauwerke leisten Ziegel einen außerordentlich großen Beitrag. Die wichtigsten statischen Eigenschaften des Ziegels sind die hohe Mauerwerksdruckspannung und die Verformungssicherheit. Beim Ziegel ist Schwinden und chemisches Quellen bereits kurz nach dem Brand abgeschlossen. Das Kriechen (belastungsabhängige Verformung) ist beim Ziegelmauerwerk bereits nach wenigen Monaten beendet.

Die Bemessung des Mauerwerks erfolgt nach DIN 1053-1/100.

Durch die Ausbildung von Ringankern und Ringbalken im Mauerwerk kann eine Scheibentragwirkung von Wänden erfolgen. Das ist die Voraussetzung vor die Gesamtaussteifung des Bauwerks.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte den Broschüren „Bemessung von Ziegelmauerwerk nach DIN 1053-1“ und „Bemessung von Ziegelmauerwerk nach DIN 1053-100“ des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie.

 

Erdbeben

Unter Beachtung einfacher konstruktiver Planungsgrundsätze ist ohne rechnerischen Nachweis der Einsatz von Ziegelmauerwerk in deutschen Erdbebengebieten möglich. Diese Planungsregeln und die Erdbebenzonenkarte, in der das Territorium Deutschlands in drei Erdbebengefährdungszonen eingeteilt ist, sind in der DIN 4129-4 enthalten.

Diese konstruktiven Planungsgrundsätze müssen nur in den Erbebenzonen 1-3 beachtet werden.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Broschüre “Erdbebensicher Bauen mit Ziegelmauerwerk“ des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie.

 

 

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Unser Ziegelzentrum hat für Sie geöffnet:

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Im Infocenter können Sie Broschüren und technische Unterlagen bestellen oder downloaden.